Tag Archives: Arbeitsgestaltung

Betrieblicher Datenschutz

Das Thema des Datenschutzes in Unternehmen, hauptsächlich im Zusammenhang mit neuen und erweiterten technischen Möglichkeiten der MitarbeiterInnenüberwachung, gewinnt in den letzten Jahren aus gewerkschaftlicher Sicht bedenklich an Bedeutung. Die Abt. Arbeit und Technik der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck – Journalismus – Papier (GPA-djp) befasst sich nicht nur grundlegend mit den aktuellen Entwicklungen zu diesem Thema, sondern bietet auch Beratung zu den verschiedenen Problemstellungen im Betrieb, um dem Missbrauch von MitarbeiterInnendaten auf ArbeitgeberInnenseite soweit wie möglich vorzubeugen.

Zunehmender Technikeinsatz bringt mehr Möglichkeiten der MitarbeiterInnenkontrolle
Der Themenbereich des betrieblichen Datenschutzes betrifft sowohl Fragen der persönlichen Freiheit von ArbeitnehmerInnen als auch Aspekte der menschenwürdigen Gestaltung von Arbeitsplätzen und hat sich in den letzten Jahren zu einem Kernthema bzw. auch zu einem der wichtigsten Beratungsthemen von Arbeit&Technik entwickelt.
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Ein "Arbeit&Techik-Blick" auf das Thema Web 2.0

Zusammenfassung bisheriger Erfahrungen und darauf aufbauender Einschätzungen

Seit einiger Zeit begleitet uns das Themenfeld Web 2.0 bzw. haben wir es in unseren „Beratungskanon“ aufgenommen, und zwar nicht von ungefähr: Arbeit&Technik steht für die Befassung mit Fragen der Arbeitsorganisation, zum einen hinsichtlich verschiedener Managementmethoden und Arbeitsformen und zum anderen hinsichtlich des Einsatzes von technischen Systemen am Arbeitsplatz.
In diesem Zusammenhang spielt die Weiterentwicklung von Internetanwendungen im Bereich des Web 2.0 auch in betrieblichen Kontexten eine wesentliche Rolle. Die Technik und ihre Einsatzvarianten durch eine Vielzahl unterschiedlicher NutzerInnen geben dabei mitunter die Richtungen für eine Befassung mit dem Thema vor.
Bereits im Frühjahr habe ich einen Blogeintrag dazu begonnen, wie ein erster Überblick über die bisherigen Erfahrungen aus Arbeit&Technik-Perspektive und eine Einschätzung der weiteren Entwicklungen aus derselben aussehen könnte – und diesen dann als Entwurf abgelegt. Die aktuellen Bewegungen im eBetriebsrat-Blog, die sich der Arbeit von Hans Christian Voigt mit BetriebsrätInnen und dazugehörenden Diskussionen verdanken, bieten einen guten Anlass, das Thema wieder umfassender aufzugreifen.

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Arbeit? Freizeit? Allzeit bereit!

 In der soeben erschienenen Broschüre „Allzeit bereit! Ein Blick hinter das Verschwimmen von Arbeit und Freizeit“ befassen wir uns mit der Flexibilsierung der Arbeit und der Auflösung bisher gewohnter Strukturen in der Arbeitswelt. Diese Entwicklungen, die auch unter dem Stichwort der Entgrenzung der Arbeit (Kurzübersicht Wikipedia) erfasst werden, haben Konsequenzen für nahezu alle Lebensbereiche von der Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben (Arbeit und Freizeit bzw. Beruf und Familie) bis hin zur Gesundheit der einzelnen ArbeitnehmerInnen – bersonders in jenen Fällen, in denen Freizeit- und Entspannungsphasen zunehmend zurückgedrängt bzw. eingeengt werden.

Neue Formen der Arbeitsorganisation
Vor allem aber setzen sich aufbauend auf neuen Managementansätzen und technisch unterstützt durch erweiterte Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten neue Formen der Arbeitsorganisation durch. Davon sind Arbeitszeitregelungen genauso betroffen wie die vertraglichen Grundlagen der Arbeit (Dienst- und Beschäftigungsverhältnisse), die Möglichkeiten der betrieblichen Mitbestimmung ebenso wie jene der Zusammenarbeit der Beschäftigten.

Flexibilität, das heißt, flexibel zu sein, stellt sowohl eine Anforderung als auch einen Bedarf dar.

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Studie: Wie gehen Betriebsräte mit neuen Herausforderungen beim betrieblichen Datenschutz um?

In Kooperation mit der Arbeiterkammer Wien wurde das Forschungsinstitut FORBA mit der Durchführung einer Studie zur „Verwendung personenbezogener Daten und Grenzen betrieblicher Mitbestimmung“ beauftragt.

Ein Teil der Untersuchung besteht in einer Befragung von BetriebsrätInnen, Personalvertretungen und Beschäftigten zu ihren Erfahrungen mit Datenschutz am Arbeitsplatz bzw. in ihrem Unternehmen.

Der Fragebogen kann sowohl online als auch schriftlich ausgefüllt werden:

Siehe auch: „Wie umgehen mit Zeiterfassung, Telefon, Email oder Videokontrolle?“

Thematischer Hintergrund der Studie: Read more »

Web 2.0 im betrieblichen Kontext: Unternehmen 2.0

In ihrer August/September-Ausgabe dieses Jahres widmete sich Zeitschrift „Computer und Arbeit“ den Entwicklungen rund um Web 2.0 mit besonderem Fokus auf die Auswirkungen in Unternehmen. Hat schon das Internet an sich zu einer Veränderung betrieblicher Prozesse von den Kommunikationsstrukturen bis hin zu einzelnen Arbeitsschritten geführt, so befinden wir uns mit den unter dem Begriff „Web 2.0“ zusammengefassten Anwendungen (Social Media à la Myspace, Facebook und Flickr, Wikis, Weblogs etc.) in der nächsten Entwicklungsphase.

„Was früher als Web-2.0-Phänomen abgetan und nur von wenigen Internet-Enthusiasten betrieben wurde, ist heute ein integraler Bestandteil der Internet-Kultur und lässt sich aus dem Web-Alltag nicht mehr wegdenken. Blogs haben schon längst einen großen Teil der herkömmlichen, persönlichen ‚Homepages‘ abgelöst. Für immer mehr Unternehmen ist das eigene Weblog zudem ein zentraler Bestandteil der internen und externen Unternehmenskommunikation.“ (Dominic Brander: T3BLOG. Neue Blog-Extension für TYPO3, in: T3N – Open Source & Web, Nr. 14)

Der Einsatz der neuen Anwendungen nimmt auch im betrieblichen Kontext in einem Maße zu, dass bereits vielfach vom „Unternehmen 2.0“ die Rede ist – ein Term, der zwar nicht präzise ist, aber unter dem die aktuellen Entwicklungen diskutiert werden. Diese Entwicklungen wirken sich insbesondere auf Kommunikations- und Kooperationsprozesse aus, und können auch erhebliche Weiterentwicklungen der Organisations- und Managementstrukturen anstoßen.

Wesentliche Ankerpunkte dafür stellen vor allem die Herausforderungen an das betriebliche Wissensmanagement und die effiziente Gestaltung der Kommunikation im Betrieb dar (so kürzlich auch von Martin Leyrer auf Die Presse.com/Tech & Science thematisiert). Dabei machen die ursprünglich nicht im betrieblichen Kontext entstandenen technischen Anwendungen häufig erst auf neue Gestaltungsmöglickeiten und den Einsatz im Unternehmen aufmerksam. Viele der dafür in Frage kommenden Anwendungen werden sozusagen sukzessive in die Betriebe importiert, und nicht unbedingt speziell für den betrieblichen Einsatz entwickelt, wie dies die bisher übliche Praxis bei IT-Lösungen war.
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