Tag Archives: Infomaterial

sicher surfen

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verschiedene Materialien zum Umgang mit dem Internet 

Die Süddeutsche Zeitung hat kürzlich ein kurzes Quiz veröffentlicht, das die Internet-Surf-Kenntnisse abfragt. Natürlich ist es etwas Deutschland-lastig und natürlich bedeutet die volle Punktezahl genauso wenig ein Internet-Genie zu sein, wie 0 Punkte bedeuten ein geistiges Internet-Nackerbatzel zu sein. Als kurzer Check kann es auf jeden Fall nützlich sein.

Für Jugendliche ist das FragespielSafer Internet“ gut geeignet, um auf die Gefahren bei Online-Spielen aufmerksam zu machen.

Das Bundesministeriums für Unterricht und Kunst hat 2010 einige Broschüren herausgegeben, die sich an die Zielgruppen SeniorInnen, Lehrende, Eltern sowie Kinder und Jugendliche wenden. Ein Überblick dazu ist unter http://www.saferinternet.at/ zu finden.

Zwei Hefte sollen hier extra angeführt werden, weil sie für Internet-NutzerInnen aller Altersstufen lesenswert sind. In Layout und Sprache wendet sich  Safer Surfing  eindeutig an Kinder und Jugendliche, inhaltlich ist der Text aber genauso für ArbeitnehmerInnen interessant.

An LehrerInnen richtet sich die Broschüre erst denken, dann klicken. Auch hier kann getrost davon ausgegangen werden, dass der Inhalt nicht nur im schulischen Zusammenhang relevant ist, sondern auch beim arbeitsplatzbezogenen und privaten Surfen.

 

Wie die Werbung zu deiner google-Seite kommmt

Google hat viele Daten über seine NutzerInnen, unter anderem werden die gesuchten Schlagworte und angesurften Seiten gespeichert. Cookies bleiben 18 Monate lang auf den internen Rechnern zur Weiterverarbeitung , erzählt die Google-Datenschutzbeauftragte in einem Interview mit der Süddeutschen. 

Mit diesen Daten kann das Unternehmen die Werbe-Anzeigen auf das Suchverhalten der NutzerInnen abstimmen. Willst du wissen, was Google über dich weiß? Als special service gibt es unter diesem Link die Möglichkeit, sich darüber zu informieren, welche Interessensgebiete Google als die deinen „erkannt“ hat. Man kann die zugewiesenen „Interessen“ beliebig erweitern oder  reduzieren – oder man kann diesen „service“ auch ganz abbestellen. Viel Spaß noch mit google…

vernetzt, ver[www]irrt, verraten? Web 2.0 in der Arbeitswelt – ein Überblick für BetriebsrätInnen

vernetzt verwirrt verraten In einer Neuerscheinung im Rahmen der Reihe GUTE ARBEIT widmen wir uns dem medialen Strukturwandel, der mit der Weiterentwicklung des Internets zum sogenannten Web 2.0 bzw. in Richtung Social Media stattfindet. Im Fokus der Broschüre stehen dabei die Auswirkungen auf die Arbeitsorganisation, die Gestaltung von Arbeitsprozessen, die Kommunikation im Unternehmen etc. sowie die daraus folgenden Konsequenzen für ArbeitnehmerInnen und die Möglichkeiten für den Betriebsrat, hier mitzugestalten.

Internet: Herausforderung für BetriebsrätInnen Read more »

Arbeitgeber, wieso hast du so große Ohren?

Immer mehr ArbeitgeberInnen sammeln immer mehr Daten von MitarbeiterInnen in immer mehr und technisch ausgefeilten Systemen (z.B. Personalinformationssysteme, Systeme zur Erfassung von Betriebsdaten, Ortungssysteme in Fahrzeugen, Videokontrollen, Chips mit kombinierter Zutritts-, Zeiterfassungs-, Ausweis- und Zahlungsfunktion, etc.). In den Systemen ist auch Höchstpersönliches der Beschäftigten festgehalten.

Der/die Vorgesetzte kann durch eine Verknüpfung der vorhandenen Daten einiges über seine MitarbeiterInnen herausfinden – und daraus (falsche) Schlüsse ziehen. Wer suchet, der findet – auch das, wonach ursprünglich gar nicht gesucht wurde.

In Österreich ist nur eines von drei technischen Systemen in einer Betriebsvereinbarung geregelt, wie eine Studie von AK und FORBA ergeben hat. Nur ein Bruchteil der vorhandenen Betriebsvereinbarungen wird auch kontrolliert. Damit sind dem Datenmissbrauch Tür und Tor geöffnet. 

Daten schützen – aber wie!? 

  • zweckmäßig –Das Datenschutzgesetz bestimmt, dass für jede Datenverwendung Sinn und Zweck gegeben sein müssen.
  • verhältnismäßig – Das Datenschutzgesetz bestimmt, dass bei jeder Datenverwendung das „gelindeste zum Ziel führende Mittel“ eingesetzt werden muss. Folglich dürfen nur unbedingt notwendige Daten in möglichst wenig Systemen verwendet werden.
  • transparent – Diejenigen, deren Daten verarbeitet werden, haben ein Recht darauf zu wissen, welche Daten von ihnen vorhanden sind und was mit ihnen passiert.

 Was darf der/die ArbeitgeberIn?

  • anonymisierte Daten verwenden
  • bereits anderswo veröffentlichte Daten verwenden
  • statistische Auswertungen machen, ohne Rückschluss auf Einzelne
  • Standardanwendungen (z.B. Personalverwaltung)
  • gesetzlich vorgeschriebene Datenverwendungen durchführen

Was darf der/die ArbeitgeberIn sicher nicht?

  • Blankounterschriften der MitarbeiterInnen fordern, in denen sie pauschal jeder Datenverwendung zustimmen
  • Sanitär- und Sozialräume mit Video überwachen
  • alle Mails lesen
  • Daten ohne ausreichenden Schutz ins Nicht-EU-Ausland übermitteln

Was muss der/die ArbeitgeberIn?

  • die ArbeitnehmerInnen über die Datenverwendungen informieren
  • technische Systeme beim Datenverarbeitungsregister melden
  • technische Systeme mit sensiblen Daten genehmigen lassen
  • Betriebsvereinbarungen zu den technischen Systemen abschließen

Die Privatsphäre wird nicht an der Bürotüre abgegeben!

Was kann der/die Einzelne tun:

  • das Recht auf Auskunft über die eigenen gespeicherten Daten und deren Verwendung einfordern
  • den Zweck von Datenverwendungen hinterfragen
  • sich die gesetzlichen / vertraglichen Grundlagen für Datenverwendungen zeigen lassen
  • bei Verdacht auf Missbrauch, den/die Betriebsrat/-rätin kontaktieren
  • bei der Datenschutzkommission nachfragen, ob die Systeme überhaupt gemeldet wurden – und somit legal in Verwendung sind
  • persönliche Daten so weit als möglich vom Arbeits-PC fernhalten

 Daten kennen keine Grenzen – setzen wir ihnen welche!

 was dieGPA-djp dazu anbietet:

  • Infobroschüren
  • Muster-Betriebsvereinbarungen
  • auf den Betrieb maßgeschneiderte Beratung
  • Unterstützung bei der Verhandlung von Datenschutz-Betriebsvereinbarungen
  • Vorträge, Seminare, Workshops

 Datenschutz fordert heraus – daher fordert die GPA-djp:

  • eineN betrieblicheN DatenschutzbeauftragteN
  • die gerichtliche Vertretungsmöglichkeit des Betriebsrates für Beschäftigte bei Datenschutzproblemen am Arbeitsplatz
  • die Zuständigkeit des Arbeits- und Sozialgerichtes bei Datenschutzproblemen
  • ein Gesetz zum Schutz von personenbezogenen Daten im Arbeitsverhältnis

 Je eingeschränkter die Datenauswertungen sind, desto freier sind die MitarbeiterInnen.

Internettelefonie – Voice over IP

Voice over IP (VoIP), also das Telefonieren über das Internet, ist auf dem Vormarsch und wird eine „Veränderung unserer Kommunikation bewirken, indem es Sprache, Daten und Video auf der Basis des Internet zusammenbringt.“ (VoIP – Telefonieren übers Internet. Handlungshilfe für die betriebliche Interessenvertretung, S. 5.) Als eines der ersten breitflächig angewandten Tools in diesem Zusammenhang, hat Skype massiv in den bisher bekannten Umgang mit Telefonie eingegriffen – insbesondere aufgrund des kostenlosen Angebots für Skype-to-Skype-Gespräche.
Abgesehen von der privaten Nutzung gewinnt auch der Einsatz dieser Telefonietechnik im betrieblichen Kontext immer mehr an Bedeutung bzw. ist in einer Reihe von Betrieben bereits technischer Standard.
Eigentlich ist es keine Überraschung, dass auch Google seine bisherigen Angebote in diesem Bereich ausbaut und soeben mit einem „Gmail Voice and Video Chat“ aufhorchen lässt, der kostenlos in das Google-Emailangebot (Gmail) integriert ist. Mit der „Google-VoIP“ soll verstärkt auch die Zielgruppe der Unternehmen angesprochen werden.
Aus der Sicht des Datenschutzes ergibt sich gerade beim Einsatz dieser neuen Telefonietechnik in Betrieben besonderer Regelungsbedarf, da bei der Nutzung von VoIP eine Reihe personenbezogener Daten gesammelt werden und die Beschaffenheit der Technologie damit neuartige Möglichkeiten der Kontrolle von MitarbeiterInnen beinhaltet.

„Kann heute kein Unternehmen mehr die ungeprüfte, unkontrollierte E-Mail Nutzung garantieren, so wird in Zukunft auch das private Telefongespräch am Arbeitsplatz kaum mehr möglich sein. Das reduziert den Bereich, in dem die Beschäftigten in ihrer Kommunikation unbeobachtet, unkontrolliert bleiben.“ (VoIP – Telefonieren übers Internet. Handlungshilfe für die betriebliche Interessenvertretung, S. 5.)

[Eintrag aus gegebenem Anlass – verstärkte Beratungsnachfrage – übernommen vom „Daten im Betrieb“-Blog.]

Arbeit? Freizeit? Allzeit bereit!

 In der soeben erschienenen Broschüre „Allzeit bereit! Ein Blick hinter das Verschwimmen von Arbeit und Freizeit“ befassen wir uns mit der Flexibilsierung der Arbeit und der Auflösung bisher gewohnter Strukturen in der Arbeitswelt. Diese Entwicklungen, die auch unter dem Stichwort der Entgrenzung der Arbeit (Kurzübersicht Wikipedia) erfasst werden, haben Konsequenzen für nahezu alle Lebensbereiche von der Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben (Arbeit und Freizeit bzw. Beruf und Familie) bis hin zur Gesundheit der einzelnen ArbeitnehmerInnen – bersonders in jenen Fällen, in denen Freizeit- und Entspannungsphasen zunehmend zurückgedrängt bzw. eingeengt werden.

Neue Formen der Arbeitsorganisation
Vor allem aber setzen sich aufbauend auf neuen Managementansätzen und technisch unterstützt durch erweiterte Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten neue Formen der Arbeitsorganisation durch. Davon sind Arbeitszeitregelungen genauso betroffen wie die vertraglichen Grundlagen der Arbeit (Dienst- und Beschäftigungsverhältnisse), die Möglichkeiten der betrieblichen Mitbestimmung ebenso wie jene der Zusammenarbeit der Beschäftigten.

Flexibilität, das heißt, flexibel zu sein, stellt sowohl eine Anforderung als auch einen Bedarf dar.

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CSR – Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen

csr Nicht erst durch die aktuellen Entwicklungen im Anschluss an die Krise des Banken- und Finanzmarktsystems und angesichts der bevorstehenden wirtschaftlichen Depression wird deutlich, dass sich Unternehmen kaum bis gar nicht an den gesellschaftlichen Auswirkungen ihrer geschäftlichen Handelns orientieren. Dass sich die wirtschaftliche Rechnung ausschließlich um „Gewinn oder nicht Gewinn“ dreht, ist hinlänglich bekannt. Umso bedeutender ist es allerdings, die Wirtschaft in ihrem Handeln zu beobachten und intervenierende Strategien der Gegensteuerung auszuloten. Ein prominentes Mittel dafür stellt die sogenannte Corporate Social Responsobility (CSR) dar:

CSR (Corporate Social Responsibility), also die gesellschaftliche und soziale Verantwortung der Unternehmen, wird von den Gewerkschaften als

  • transparente,
  • soziale,
  • ökonomisch und
  • ökologisch nachhaltige Unternehmensführung
  • definiert.

    Weiterführende Informationen zum Thema sowie eine Bestellmöglichkeit unserer Broschüre zum Thema finden Sie hier!

    Internationaler Datentransfer

    Informationen und Handlungshilfen
    zum grenzüberschreitenden Datentransfer

    indien Im Zeitalter einer global vernetzten Wirtschaft agieren auch Konzerne global und auf Basis internationaler Konzernstrukturen. Es besteht daher gerade in großen Unternehmen ein Interesse der Konzernleitung daran, grenzüberschreitend auf die Daten aller MitarbeiterInnen zugreifen und diese weiterverarbeiten zu können.
    Die Reichweite der Datenerfassung in einem Unternehmen ist den MitarbeiterInnen oft nicht bewusst. Die Möglichkeiten zur Auswertung und zum Informationsgewinn sind unbegrenzt – die Frage ist, ob sie sinnvoll sind und ob sie mit den rechtlichen Datenschutzbestimmung konform gehen. Die GPA-djp-Broschüre „Fahren Sie nach Indien! Ihre Daten sind schon dort! Informationen und Handlungshilfen zum grenzüberschreitenden Datentransfer“ bietet Beschäftigten und BetriebsrätInnen Informationen und Handlungshilfen zum grenzüberschreitenden Datentransfer.

    Soziales Audit

    Human Resource- und Personalmanagement aus Sicht der ArbeitnehmerInnen

    soziales-audit Das Soziale Audit stellt ein Instrument der Mitbestimmung dar, das der neuen Qualität betrieblicher Veränderungen gerecht wird. Es unterstützt eine prozessorientierte Mitgestaltung durch die betriebliche Interessensvertretung und die Beteiligung der betroffenen ArbeitnehmerInnen. Wie Erfahrungen mit der Einführung von Sozialen Audits zeigen, können auch bei komplexen betrieblichen Veränderungsprozessen, die nicht durch einfache Bestimmungen geregelt werden können, die Interessen der ArbeitnehmerInnen systematisch berücksichtigt werden.
    Zusammengefasst ist das Soziale Audit damit die strategische Antwort der Gewerkschaft zur Anpassung der Mitbestimmung an veränderte Verhältnisse in der Wirtschaft und der Führung von Unternehmen. Das hier vorgeschlagene Instrumet reiht sich ein in eine Reihe weiterer Ansätze zu Sozialen Audits, wie sie sowohl in Österreich als auch in der EU bereits gebräuchlich sind, und welchen ähnliche methodische Überlegungen zu Grunde liegen.

    Mit der Broschüre zur allgemeinen Vorstellung des Instruments des Sozialen Audits umfasst das Soziale Audit der Abt. Arbeit und Technik der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck – Journalismus – Papier (GPA-djp) insgesamt sechs Teile:

  • Soziales Audit – Zur Gestaltung betrieblicher Veränderungen
  • Soziales Audit Teil 1 – Zielvereinbarung
  • Soziales Audit Teil 2 – Personalentwicklung
  • Soziales Audit Teil 3 – Leistungs- und erfolgsbezogene Entgeltfindung
  • Soziales Audit Teil 4 – Verhaltenskodizes
  • Soziales Audit Teil 5 – Managementmaßnahmen auf dem Prüfstand
  • Link: Broschüren der Abt. Arbeit und Technik.