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EU-Ministerrat veröffentlicht Entwurf zur Datenschutz-Grundverordnung

Innenministerium

 Österreichischer Justizminister stimmt dagegen

Am 11. Juni 2015 fand ein von europäischen DatenschützerInnen lang erwartetes Ereignis statt; der Ministerrat gab seinen gemeinsam erzielten Vorschlag zur Europäischen Datenschutzgrundverordnung bekannt. Österreich und Slowenien stimmten nicht zu. Immer wieder war der Termin für die Fertigstellung verschoben worden, weil die Ministerinnen der Mitgliedstaaten sich nicht einigen konnten. Die Europäischen ParlamentariereInnen hatten es bereits am 12. März 2014 geschafft, ihren Vorschlag zum Kommissionsentwurf zu beschließen – wie in diesem Blog berichtet.

Der Ratsentwurf geht in einigen Punkten hinter die vom Parlament erzielten Fortschritte zurück. So ist beispielsweise der Artikel zum Arbeitnehmerinnen-Datenschutz deutlich abgespeckt, enthält keine Verbote mehr für heimliche Überwachung oder Blacklisting, geschweige denn ein Mitsprachegebot für die betriebliche Interessensvertretung. Für die Arbeitnehmerinnen wäre das wenig zielführend um ihre Privatsphäre am Arbeitsplatz besser zu schützen. Einzig positiv zu bewerten ist in diesem Zusammenhang, dass der Ratsvorschlag explizit die Möglichkeit schaffen würde, auf nationaler Ebene innerhalb der Kollektivverträge noch spezielle Regelungen einzuführen.

Auch beim betrieblichen Datenschutzbeauftragten, wie er vom ÖGB gefordert wurde, ist aus dem Ratsvorschlag kein Fortschritt zu entnehmen. Es sind keine Einsatzzeiten festgelegt, keine Mindestanforderungen an Ausbildung und Ressourcen und die Berichtspflichten an den Betriebsrat, wie sie das Europäische Parlament vorgeschlagen hat, sind auch nicht enthalten.

Justizminister Brandstätter erklärte seine Ablehnung des Entwurfes auch damit, dass er „eine gewisse Spannung wenn nicht gar einen Widerspruch“ zur Europäischen Grundrechtecharta und der Menschenrechtskonvention sehe.

Was das Positive daran ist: die ursprünglich für Juni 2014 (sic!!) angekündigten Trilog-VerhandlerInnen aus EU-Parlament, EU-Kommission und EU-Ministerrat können nun in die erste Runde treten, was auch Joe Weidenholzer begrüßt.

Grundrechte in Gefahr

Grundrechte_Dwora_SteinNachlese der Veranstaltung

Dwora Stein begrüßte mit einem Kurzüberblick über die derzeitge Lage der Grundrechte und stellte fest, dass sowohl Rechtsetzung als auch Rechtsprechung den technischen und ökonomischen Gegebenheiten hinterherhinken. Nur starke, demokratisch legitimierte Institutionen wie ein Betriebsrat oder das Europäische Parlament können diesen Entwicklungen etwas entgegen setzen.

Grundrechte_Herta-Däubler-GmelinHerta Däubler-Gmelin referierte über die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte, die zu einer immer stärkeren Einschränkung der Grundrechte beitrugen (zB „Anti-Terror-Gesetzgebung“) und stellte fest, dass es KEIN Supergrundrecht geben könne. Schon allein die Tatsache, dass ein Grundrecht mehr Wert sein solle als ein anderes, widerspreche dem Gedanken der Grundrechtsgesetze.

Thomas Stiegmaier stellte (in Vertretung von Evelyn Regner) die europäische Gesetzgebung der letzten Legislaturperiode dar und vermittelte die Anstrengungen im Beschäftigungsausschuss, den zunehmenden Einschnitten in ArbeitnehmerInnenrechte entgegenzuwirken (zB Troika mit ihrem Austeritätskurs).

Joe Weidenholzer gab einen umfassenden Einblick in die Aktivitäten des Europäischen Parlaments; Massenüberwachung, Spionage und Datentracking im großen Stil könne und wolle er als Europa-Parlamentarier nicht hinnehmen. Erfreulich sei daher der soeben im Ausschuss für Bürgerliche Freiheiten vorgestellte Bericht, der streng mit den us-amerikanischen Spionageaktivitäten ins Gericht geht.

Gerhard Kunnert vom Bundeskanzleramt verwehrte sich in seinem Vortrag gegen den Vorwurf der Verzögerungstaktik seitens des EU-Rates und legte dar, aufgrund welcher Kritikpunkte in der derzeit geplanten Datenschutz-Grundverordnung, der Europäische Rat Bedenken hat, dem Gesetzesentwurf in dieser Form zuzustimmen. So werden das One-Stop-Prinzip schon alleine aufgrund der Sprachenvielfalt nicht funktionieren.

(c)datadealer.com CC-BY-SA

(c)datadealer.com CC-BY-SA

Nach einer kurzen Mittagspause war der Saal abermals gut gefüllt und Wolfie Christl vom Datadealer gewährte dem Publikum unterhaltsame Einblicke in die umfassenden Überwachungsmöglichkeiten im Netz. Die quantified-Self-Bewegung mit ihrer Vermessung von Körperfunktionen wurde ebenso dargestellt wie die schier ungaublichen Möglichkeiten des personenbezogenen Datentrackings seitens eigens dafür gegründeter Unternehmen (zB Axion). Auch wenn er kein Jurist, Abgeordneter oder ehemalige deutsche Ministerin ist (wie er in seinen Begrüßungsworten feststellte) so hatte er doch einiges zu sagen.

Walter Peissl vom Institut für Technikfolgenabschätzung vermittelte eine Innenansicht von Apps und was sie alles  – durchaus mit unserer tatkräftigen Hilfe – auf unseren Smartphones mitlesen. Wer Android Apps verwendet könnte diese vorher mit dem Clueful Privacy Advisor auf Datenschutzfreundlichkeit testen.

Andreas Krisch von AKVorrat stellte anhand der Europäischen Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung den steinigen Weg derjenigen dar, die auf einer Einhaltung der Grundrechte bestehen.

In der abschließenden Podiumsdiskussion wurden folgende Hauptanliegen unserer Gäste formuliert:

Joe Weidenholzer:

Niemand würde Autos ohne Bremsen produzieren und genauso brauchen wir eine Datenschutz-Bremse für die Technik. Auch ein Unterrichtsprinzip Datenschutz, das auf spielerische Weise die Techniknutzung lehrt, könnte viel weiterbringen.

Herta Däubler Gmelin:

Eine öffentliche Diskussion wäre mir ein Herzenswunsch sowie technische Vorgaben, die auf politischen Absprachen beruhen.

Gerhard Kunnert:

Ein stärkerer emanzipatorischer Geist in der Bevölkerung wäre gut.

Wolfie Christl:

Eine kritische Netzkultur muss dem Staat auch etwas wert sein und besser finanziert werden.

Andreas Krisch:

Datenschutz soll dazu dienen Vertrauen der Bevölkerung in die Techniknutzung zu schaffen. Die Erkenntnis, dass Datenschutz einen Sicherheits- und einen Wirtschaftsfaktor darstellt, soll sich breit durchsetzen. Das wäre eine win-win-Situation auch für die Grundrechte.

Walter Peissl:

Vergehen gegen den Datenschutz und die Grundrechte tun leider niemandem direkt weh – das sollte sich ändern. Datenschutz-Missbrauch sollte jetzt weh tun und nicht erst in 10 Jahren. Dass die Gesellschaft endlich aufwacht, wäre mir ein großes Anliegen.

Zum Nachlesen für alle, die sich nicht alles gemerkt haben oder leider nicht kommen konnten, gibt es hier die Unterlagen von Andreas Krisch, Walter Peissl, Evelyn Regner, Gerhard Kunnert und Joe Weidenholzer.

Grundrechte im Netz von Ökonomie und Politik

netzwenn das Netz und das, was sich darin verfängt, immer unübersichtlicher werden…

Grundrechte geraten immer stärker unter Beschuss von unternehmerischen, staatlichen oder geheimdienstlichen Interessen. Das Bedürfnis der Einzelnen, ihre Grundrechte auf Privatsphäre, Datenschutz oder freie Meinungsäußerung zu schützen, nimmt gleichzeitig zu. Um diesen Zwiespalt öffentlich zu diskutieren, über die aktuellen Entwicklungen in Europa zu informieren und mögliche Zukunftsszenarien zu kreieren, laden GPA-djp und AK Wien zu einem Datenschutztag ins Bildungszentrum in der Theresianumgasse ein.

Dazu haben wir InsiderInnen aus den unterschiedlichsten Bereichen rund um den Datenschutz eingeladen:

  • die ehemalige deutsche Justizministerin, Herta Däubler-Gmelin wird die Widersprüche zwischen Verfassung und Spionage erörtern,
  • Evelyn Regner und Joe Weidenholzer aus dem EU-Parlament werden über die dortigen Entwicklungen in Sachen ArbeitnehmerInnenrechte und digital agenda berichten,
  • Gerhard Kunnert aus dem Bundeskanzleramt wird die perspektive aus der EU-Ratsarbeitsgruppe darstellen,
  • Wolfie Christl vom „Datadealer“ wird die vielfältigen Möglichkeiten der ArbeitnehmerInnen-Kontrolle im Netz  (z.B. per Recruitainment) vorstellen,
  • Walter Peissl vom Institut für Technikfolgenabschätzung wird die Möglichkeiten der ökonomischen Verwertbarkeit von Geodaten aufdecken,
  • und last but not least wird , Andreas Krisch von mk/sult, kürzlich nominiertes Mitglied im Datenschutzrat, uns die neuesten Entwicklungen zur Vorratsdatenspeicherung näher bringen.

Wer dann noch nicht genug hat, ist herzlich zur Podiumsdiskussion eingeladen,

am 9. Jänner 2014 von 9:00 bis 16:30

im großen Sall des AK-Bildungszentrums in der
Theresianumgasse 14-18, 1040 Wien.

Um Anmeldung wird per Email gebeten unter: veranstaltungen.ks@akwien.at

Wer sich gerne eine Einladung ausdrucken möchte, kann das hier.

PS: Wenn eine Person, mit der sie noch nie zuvor zu tun hatten, plötzlich weiß, wo sie sind, dann liegt das an der „Datenschutzbestimmung“ ihres neuen App.

Reform des europäischen Datenschutzes

Parl3der Ausschuss hat abgestimmt

wenns nach dem EU-Parlament geht, gibts bald einen Datenschutzbeauftragten

Seit Jänner 2012, als die EU-Kommission ihren Entwurf für eine neue Datenschutzverordnung auf den Tisch legte, ist Datenschutz innerhalb der EU wieder ein heftig diskutiertes Thema. Mit der Aufdeckung diverser Überwachungspraktiken dies- und jenseits des Atlantik ist das Thema weiter angeheizt worden. Nun hat am Montag, den 21.10. der Ausschuss für Bürgerliche Freiheiten, Justiz und interne Angelegenheiten (LIBE) seine Version des neuen Datenschutzes beschlossen.

Über 105 Kompromisse, die seit Monnaten unter der Federführung vom Grünen Abgeordneten Jan-Phillip Albrecht zwischen den Fraktionen ausverhandelt worden waren, wurden in der Plenarsitzung in Straßburg abgestimmt – die meisten davon einstimmig angenommen. Der Vorsitzende  des LIBE, Juan Fernando Lopez Aguilar, kommentiert die Abstimmung mit Dankesworten an den Berichterstatter Albrecht: „it was a whole lot of work.“

Inhalte

Nachdem sie beschlossenen Kompromisse noch nicht offiziell veröffentlicht sind (geleakt gibt es sie), ist eine umfassende Einschätzung der Ergebnisse noch etwas schwierig. Fest stehen dürfte, dass es folgende Neuerungen geben wird:

  • einen verpflichtenden Datesnschutzbeauftragten ab 5.000 verarbeiteten Datensubjekten innerhalb eines Jahres, allerdings ohne weitere Mitsprache des Betriebsrates bei der Ernennung,
  • ein sogenanntes one-stop-shop-Prinzip demnach ein Konzern nur in seiner europäischen Hauptniederlassung einen Datenschutzbeauftragten ernennen muss,
  • Verbot der „schwarzen Listen“ von ArbeitnehmerInnen aufgrund deren gewerkschaftlicher Tätigkeit,
  • die Verpflichtung zu einer Information an die Betroffenen, wenn deren Daten in die falschen Hände gelangt sind,
  • wesentlich erhöhte Sanktionen bis zu maximal 5% des Jahresumsatzes eines Konzerns.

Reaktionen

Der österreichische Sozialdemokratische Abgeordnete Joe Weidenholzer zeigt sich mit diesem Ausgang sehr zufrieden. Auch die Abgeordnete Evelyn Regner, zu deren Hauptanliegen die Rechte der ArbeitnehmerInnen zählen, sieht in dem LIBE-Kompromissen einen Schritt in die richtige Richtung – vor allem hinsichtlich der verbotenen ArbeitnehmerInnen-Überwachung.

der weitere Fahrplan

Der LIBE hat beschlossen, nun in die sogenannten Trilog-Gespräche mit der EU-Kommission und dem EU-Rat einzutreten – allerdings müssen sich vorher noch die Ratsmitglieder (sprich: die zuständigen MinisterInnen der EU-Mitgliedsstaaten) auf einen einheitlichen Text einigen. Das, was dieses Gremium Anfang des Sommers als ersten Entwurf in die Öffentlichkeit gespielt hat, war jedenfalls eher Besorgnis erregend. Sollte der Rat sich intern geeinigt habe, wünscht man sich seitens des Parlaments noch diese Legislaturperiode (sprich von den Neuwahlen Ende Mai 2014) zu einem Ergebnis zu kommen.

Die Nachlese zum Datenschutz-Brunch

großer Wurf oder Mogelpackung?

 Am 24.4.2012 um 10:00 begrüßte  Ilse Fetik, stellvertretende Vorsitzende der GPA-djp, die etwa 120 Gäste und stellte die drei wesentlichen Forderungen der GPA-djp vor:

  • eineN betrieblicheN DatenschutzbeauftragteN in Unternehmen ab 25 MitarbeiterInnen,
  • betriebliche Datenschutzbeauftragte an allen Standorten und damit eine Abschaffung des geplanten Konzernprivilegs,
  • eine klare Zuständigkeit der ArbeitnehmerInnen-Interessenvertretung bei der gerichtlichen Vertretung von ArbeitnehmerInnen in Datenschutz-Angelegenheiten. 

Evelyn Regner, Abgeordnete zum europäischen Parlament, kritisierte die geplante Bevorzugung von Klein- und Mittelbetrieben (KMU) durch die Verordnung und gab auch eine Erklärung dafür: die 2007 von der Kommission installierte nach ihrem Vorsitzenden sogenannte „Stoiber-Gruppe“ (offizielle Bezeichnung: Gruppe unabhängiger Interessenträger im Bereich Verwaltungslasten), deren Ziel die Beseitigung von „Hemmnissen“ für KMU ist.

Kerstin Jerchel,  Juristin und Datenschutzexpertin bei ver.di, war wenig begeistert von der in der Verordnung geplanten Bevorzugung der Binnenmarktfreiheiten gegenüber dem Grundrecht auf Datenschutz – in Deutschland „Recht auf informationelle Selbstbestimmung“ genannt und in zahlreichen Urteilen festgeschrieben und ausgebaut. Auch die 250-MitarbeiterInnen-Grenze für betriebliche Datenschutzbeauftragte (DSB) hätte in Deutschland nicht abzusehende negative Folgen, wo derzeit ab 9 bzw. 20 MitarbeiterInnen ein DSB bestellt werden muss. Um gegen diese Verschlechterungen aufzutreten, fordert ver.di, dass die geplante Rechtsform der EU-Verordnung wieder in eine EU-Richtlinie zurückgeführt werden muss. Näheres findet sich in der Präsentation: Die neue europäische Datenschutzverordnung.

Gerda Heilegger stellte die Folgen für den österreichischen ArbeitnehmerInnen-Datenschutz dar:

  • der quasi Wegfall der Meldepflicht für KMU führe zu einem großen Verlust für die Publizität der Datenverwendungen,
  • die hohe Grenze für betriebliche DSB sei indiskutabel,
  • die Vertretungsbefugnisse für die Interessenvertretungen wieder nicht berücksichtigt und
  • die geplante unternehmensinterne Folgenabschätzung sei zwar nett gemeint, aber

…da wird der Bock zum Gärtner gemacht, wenn jedes Unternehmen auf freiwilliger Basis selbst beurteilen kann, ob seine Datenanwendungen risikoreich sind oder nicht – Halleluja!

Bei der Podiumsdiskussion

stellten neben den Referentinnen noch weitere DatenschutzexpertInnen ihre Sicht der Dinge dar.

 

Die Rechtsanwaltsanwärterin Renate Riedl aus der Kanzlei Preslmayr und Partner stellte fest, dass sie selten so eine große Diskrepanz zwischen der Theorie „das Thema ist mir total wichtig“ und der Praxis „ich stelle sämtliche meiner Daten im Internet zur Verfügung“ wie im Datenschutz erlebe. Beim Lesen der Verordnung habe sie den Eindruck gehabt:

Es ist alles noch viel zu unklar. Damit kann man keine klare Rechtsauskunft geben.

Helmut Wolff, Betriebsratsvorsitzender bei Siemens Communications Enterprise erzählte aus der betriebsrätlichen Erfahrung, welchen Hürdenlauf es bedeutet, auch nur annähernd die richtigen Informationen über seitens der Konzernzentrale geplante Datenverarbeitungen zu erhalten und diese dann auch wahrheitsgemäß bei der Datenschutzkommission angegeben zu finden.

Die sind dort zwar alle wirklich nett und hilfsbereit, aber heillos unterbesetzt.

stellt der Betriebsrat fest. Ihn beunruhigen an der neuen Verordnung vor allem die Konzernprivilegien, wonach nur mehr der Hauptsitz über die Datenverwendungen bestimmt.

Ob Verordnung oder Richtlinie ist mir persönlich egal – es kommt drauf an, was drinnen steht.

Joe Weidenholzer, Abgeordneter zum EU-Parlament und in dem Ausschuss Mitglied, der die Datenschutz-Verordnung federführend behandelt (Ausschuss für Justiz und bürgerliche Freiheiten, LIBE), erklärte, dass der vorgelegte Entwurf eindeutig die Handschrift der EU-Kommission trage; diese kümmere sich nun einmal vorrangig um die Freizügigkeiten im Binnen- und damit auch Datenverkehr.

Zu den vielen „delegierten Rechtsakten„, bei denen sich die Kommission vorbehalten hat, konkretere Rechte noch auszuformulieren, fällt Weidenholzer das Wort „Glühbirnen-Verordnung“ ein.

Einig war man sich am Podium dass dem Entwurf mit vereinten Kräften gegenzusteuern sei. Angesichts des Erfolgs im EU-Parlament, das gerade dabei ist, ACTA  im Nachhinein zu kippen , sind Regner und Weidenholzer optimistisch, dass es auch der geplanten Verordnung ähnlich ergehen könnte. Hoffen lasse auch das Abstimmungsergebnis zum Berichterstatter im LIBE; Jan Phillip Albrecht wurde – knapp aber doch – gewählt und dieser ist mit Datenschutz-Agenden vertraut.

Evelyn Regner und Joe Weidenholzer haben anlässlich der Tagung eine Presseaussendung herausgegeben.

Wer bedeuerlicher Weise aufgrund wichtiger unaufschiebbarer Termine keine Zeit hatte an der Veranstaltung teilzunehmen, kann sich die Unterlagen demnächst auf der AK-Homepage downloaden

… und sich schon mal provisorisch für die nächste Veranstatlung freinehmen – Termin wird in diesem Blog bekannt gegeben.

Datenschutzbrunch am 24.April 2012

Die neue europäische Datenschutzverordnung

großer Wurf oder Mogelpackung? Was bringt´s für die Arbeitswelt?

Anlässlich der aktuellen Diskussionen um eine neue Datenschutz-Verordnung, laden GPA-djp und AK Wien zu einer gemeinsamen Veranstaltung.

In den frühen Vormittagsstunden des 24. April 2012 können sich die p.t. TeilnehmerInnen bei Referaten aus Brüssel, Berlin und Wien informieren. Im Anschluss an die Kaffeepause wird es Gelegenheit geben, sich mit den ReferentInnen und weiteren Gästen im Rahmen einer Podiumsdiskussion  mit den Für und Wider der neuen Verordnung auseinanderzusetzen.

wir proudly begrüßen:

  • die Abgeeordnete zum Europäischen Parlament, Evelyn Regner, die darüber berichten wird, wie die neue Verordnung im Parlament diskutiert wird
  • die Juristin und Datenschutz-Expertin Kerstin Jerchel von ver.di, die uns den Diskussionsstand in Deutschland näher bringen wird,
  • die Juristin und Datenschutz-Expertin Gerda Heilegger von der AK Wien, die die Auswirkungen des Verordnung auf ArbeitnehmerInnen in Österreich beleuchten wird,
  • den Abgeordneten im Europäischen Parlement, Joe Weidenholzer, der gleichzeitig auch Mitglied in dem EU-Ausschuss ist, dem die neue Verordnung zugewiesen wurde (LIBE),
  • den Betriebsratsvorsitzenden Helmut Wolff von Siemens Enterprise Communications, der die betriebliche Praxis beleuchten wird,
  • die Rechtsanwältin Renate Riedl aus der Anwaltskanzlei Preslmayr, die Erfahrungswerte aus Perspektive der Geschäftsführung in die Diskussion einbringt, 
  • und als Eröffnungsredner Wolfgang Katzian, den Vorsitzenden der GPA-djp.

wann?     Dienstag, 24. April 2012, 10.00 bis 13.00 Uhr
wo?     AK Bildungszentrum, Großer Saal, Theresianumgasse 16-18, 1040 Wien

Anmeldung bitte per E-Mail: andreas.stoeger@akwien.at oder per good old Telefon unter der Nummer: 01/501 65 – 2421

(bitte bis 16. April anmelden – der Saal hat eine beschränkte Anzahl an Sitzplätzen und die am Podium sind auch schon alle besetzt)

Auf dein Kommen freut sich die Autorin dieses Beitrags und Moderatorin der Podiumsdiskussion (aka Dr. Datenschutz).