Tag Archives: Sozialministerium

Digitalisierung im Donauraum

Kick-off-Konferenz: danube@work

fit für „the new world of work“?

Serbien, Bulgarien, Rumänien, Österreich – alle vier Staaten liegen im gemeinsamen Donauraum und alle sind von der Digitalisierung der Arbeitswelt betroffen. Welche Gestaltungsmöglichkeiten haben Beschäftigte und Ihre Interessenvertretungen? Wie ist der sozialpartnerschaftliche Ausgleich in diesem Bereich zu bewerkstelligen? 

Im vom Österreichischen Sozialministerium finanzierten und vom internationalen Büro des ÖGB geleiteten Projekt danube@work werden länderspezifische Bedürfnisse gemeinsam ausgearbeitet und versucht, passende Gestaltungsmöglichkeiten zu entwickeln. Dazu sind sozialpartnerschaftliche Akteure aller Staaten im gesamten Projektgebiet eingebunden.

Die Kick-off-Konferenz am 24. April 2017 in der ÖGB-Zentrale (aka „Catamaran“) steht allen Interessierten offen und bildet den Auftakt für Gewerkschaften, Arbeitgeberorganisationen und Ministerien. Sie bietet allen ExpertInnen und Interessierten die Möglichkeit, zum internationalen Netzwerken. Vorträge (unter anderem von Erich Foglar [ÖGB], Alois Stöger [BMASK] und Annika Schönauer [FORBA]) und Workshops (unter anderem von Sylvia Kuba [AK] und Karin Zimmermann [ÖGB]) geben einen guten Einblick in das Thema. Das Konferenzprogramm_danube@work findet ihr hier. Die Konferenz wird in englischer Sprache abgehalten.

Anmeldung bitte per Email an: internationale@oegb.at

Ministerien sind uneinig, wer für CSR zuständig ist

Wird CSR zu einem staatlich geförderten Marketinginstrument für Unternehmen?

Die soziale bzw. gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen wächst proportional mit dem Einfluss und der Macht, die ein Unternehmen hat. Eingefordert wird diese Verantwortung von Gewerkschaften und NGOs. „Naming, Shaming, Blaming“ ist in diesem Zusammenhang ein wichtiges Instrument der Öffentlichkeitsarbeit geworden, das dazu geführt hat, dass Unternehmen proaktiv Erklärungen über ihre gesellschaftliche Verantwortung abgeben. Mission Statements, Verhaltenskodizes und Charity Projekte sind Beispiele für CSR-Maßnahmen.

Dass CSR (Corporate Social Responsibility) eigentlich ein Managementansatz für nachhaltiges Wirtschaften sein soll, hat sich noch immer nicht breit durchgesetzt.

Seit zwei Jahren wird in drei Bundesministerien (BMASK, BMLFUW, BMWFJ) an einem CSR-Aktionsplan für Österreich gearbeitet. In dieser Gruppe ist nun ein Streit darüber entbrannt, was in diesem Aktionsplan enthalten sein soll. Die Interessen gehen hier weit auseinander. Laut Sozialministerium (BMASK) ist die Aufgabe der Politik, klare Rahmenbedingungen und Kriterien für CSR vorzugeben, sodass für die KonsumentInnen klar ist, dass CSR drin ist, wenn CSR drauf steht. Watchdog Organisationen, die Fehlentwicklungen von Unternehmen aufzeigen, sollen gefördert werden.

Die Vertreter von Lebensministerium (BMLFUW) und Wirtschaftsministerium (BMWFJ) sehen das anders, sie haben nun einen eigenen Entwurf – ohne Beteiligung des Sozialministeriums – für einen Nationalen Aktionsplan CSR erstellen lassen, der vor allem Förderungen und steuerliche Anreize für unternehmerische CSR-Maßnahmen vorsieht, Berichtspflichten und Benchmarks zum Vergleich und zur Bewertung der Leistungen werden abgelehnt.

Aus diesem Anlass hat die GPA-djp ein Protestschreiben an die zuständigen Bundesminister verschickt.