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how to manage Social Media am Arbeitsplatz

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was am sbsm-Camp geschah

Ein Workshop des Camps „Soziale Bewegungen Soziale Medien“ setzte sich mit der Nutzung von Social Media im Arbeitsverhältnis auseinander. Gemeinsam haben Betriebsrätinnen, Betriebsräte und Interessierte erarbeitet, welche Regelungen hier sinnvoll wären. Wertvolle Tipps aus der Praxis von IT-Verantwortlichen, Angestellten in Rechts-oder in PR-Abteilungen haben zu einem bereichernden Austausch beigetragen.

Nachdem geteiltes Wissen über die wesentlichen Rechtsgrundlagen und die dazu gesprochenen Gerichtsurteile hergestellt  war, wendeten wir uns dem spannenden Thema zu, wie Regelungen zur Social Media-Verwendung in Unternehmen nun tatsächlich aussehen könnten.

Viele BetriebsrätInnen berichteten, dass bestimmte Social Media Anwendungen häufig gesperrt werden. Die Privatnutzung ist zwar bei fast allen Anwesenden erlaubt, der Zugang zu beispielsweise Facebook ist in einigen Betrieben allerdings nicht uneingeschränkt möglich, sondern nur in bestimmten Abteilungen (z.B. Personalabteilung) vorhanden.

Eine Arbeitsgruppe kam zu dem Schluss, dass (unter anderem) folgende Themen in einer Social-Media-Vereinbarung geregelt werden müssten:sbsm3

  • Umfang und Ziel der Nutzung
  • Freiwilligkeit, wenn Social Media von der Geschäftsführung forciert wird
  • Umfang der Auswertungen, keine Leistungs- und Verhaltenskontrollen
  • Zugriffsmöglichkeiten, wer darf was sehen und auswerten?
  • Vertretungsregelungen, es kann immer mal sein, dass jemand unvorhergesehen ausfällt und wer darf dann Einsicht nehmen?
  • Schulungen für die MitarbeiterInnen und Sensibilisierung im Umgang mit privaten und beruflichen Informationen

Damit das auch tatsächlich passiert, muss sich der Betriebsrat/die Betriebsrätin mit seinen/ihren Mitbestimmungsrechten einbringen. Nur allzuoft werden die Regelungen einseitig von der Unternehmensleitung (die weit weit weg in den USA sitzen kann) gestaltet und die betriebliche Mitbestimmung wird außer Acht gelassen.

Abschließend möchte ich das Zitat einer Teilnehmerin aus dem Gedächtnis wiedergeben, da es meines Erachtens die Situation sehr treffend zusammenfasst:

Social-Media-Regelungen sollen den Beschäftigten Sicherheit im Umgang mit Social Media geben. Diese Sicherheit kann nur dann entstehen, wenn Konsistenz und Konsequenz im Handeln vorliegt.

 In diesem Sinne wäre es angesagt, sich in Konsistenz und Konsequenz zu üben, Regelungen nicht permanent umzuwerfen, neu zu definieren und auszulegen, einmal dies und einmal das damit zu meinen und so zu einer allgemeinen Verunsicherung beizutragen und stattdessen Social Media als das zu nehmen, was es ist:

eine Möglichkeit, miteinander zu kommunizieren, so wie viele andere auch.

Leistungslohn und Mitbestimmung

lass dich nicht zur schnecke machen

lass dich nicht zur schnecke machen

WIE WIRKT SICH DIE ARBVG-NOVELLE 2011 AUF DIE VERHANDLUNGSSITUATION DER BETRIEBSRÄTE AUS?

 

Ein Thema, das die Abteilung Arbeit & Technik schon lange begleitet, sind Leistungslohnsysteme. Seit 2011 – wie in diesem Blog berichtet – sind sie nicht mehr explizit zustimmungspflichtig, d.h. dem betriebsrätlichen Wirken wurden hier Hemmschuhe angezogen. Wie trotz der Hemmschuhe noch immer ein „flottes Tänzchen zwischen BetriebsrätInnen und Unternehmensführung“ zum Thema Leistungslohn auf das Parkett gelegt werden kann, erfahrt ihr, wenn ihr hinkommt:

Mittwoch, 30. November 2011, 15.00-18.00 Uhr

AK Bildungszentrum, Saal 11A + B, 1. Stock, Theresianumgasse 16-18

 

Karl Proyer (Bundesgeschäftsführung-Stvtr., GPA-djp),

Andrea Komar (Leitung der Rechtsabteilung, GPA-djp)

und Doris Lutz (Juristin in der Abt. Sozialpolitik, AK-wien) teilen ihr Wissen mit uns.

Bitte meldet euch bis 22.November bei andreas.stoeger@akwien.at an.

Danke und bis dann…

 

 

Lesung und Diskussion

„Sie sprechen mit Jean Amery, was kann ich für Sie tun?“ 

ein Roman, den das Call-Center schrieb

Quelle: Milena Verlag

… und aus dem der Autor Kurto Wendt demnächst lesen wird

…und über den Katharina Morawek und BetriebsrätInnen aus dem Call-Center demnächst mit dem Autor diskutieren werden

… und wenn du willst auch mit deiner Beteiligung – ganz live 

wann: 27.10.2011 um 18:30

wo: Alfred-Dallinger-Platz 1, vista 3, 1. Stock

(U3-Station Schlachthausgasse)

  eine kurze Inhaltsangabe: 

Der Roman „Sie sprechen mit Jean Améry, was kann ich für Sie tun?“ ist eine kritische humoristische Abrechnung mit modernen Arbeitsverhältnissen in Callcentern. In nur sieben Wochen entwickelt die Hauptfigur Frank neue Energien, die in dem Wiener Stadtroman mit vielen Wiedererkennungsorten zu einem überraschenden Finale geführt wird. Durch die Telekom-Affäre erhält das Buch zusätzliche Brisanz, spielt doch die Handlung 2006 mit dem ungenannten Martin Bartenstein als wichtige Nebenfigur. 

 

 

 

 

 

# sbsm camp, die Zweite

sbsmcamp-Logowie bereits in diesem Blog angekündigt, findet

von 19. – 20. Oktober

DAS sbsm CAMP

im Catamaran, Johann-Böhm-Platz 1, 1020 Wien

 statt.

Hier noch ein paar Tipps, welche Veranstaltungen rund um das Thema

wie vertragen sich Social Media und mein Arbeitsplatz?

auf Interesse der p.t. Blog-LeserInnen stoßen könnten: 

 

  • Clara Fritsch (Abteilung Arbeit und Technik) bietet einen Workshop zum Thema „beim Surfen am Arbeitsplatz baden gegangen?“ In der Arbeitszeit per Social Media kommunizieren – das kann gut gehen, muss aber nicht. Je nachdem, wie offen innerhalb des Unternehmen mit Social Media umgegangen wird. Im schlimmsten Fall kann es zu Kündigungen kommen. Daher wird es in diesem Workshop unter anderem um die rechtlichen Rahmenbedingungen gehen, was ArbeitnehmerInnen und deren VertreterInnen tun und lassen sollten in den unendlichen Weiten der Social Media. Ich möchte weiters mit euch über die strategischen Möglichkeiten und Grenzen von Social Media in der Arbeitswelt diskutieren und Wege finden, wie die Verwendung von Social Media in der betrieblichen Praxis gewinnbringend eingesetzt werden kann.
    max. TeilnehmerInnen-Zahl: 12 Personen, Anmeldung unter
    Zeit: Donnerstag 20.Oktober 2011 13:00 – 16:00

 

  • Eva Angerler (Abteilung Arbeit & Technik, GPA-djp) und Karl Schönswetter (Trainer und Blogger) bieten einen Workshop zum Thema: „Betriebsrat als Demokratiewerkstätte„. Man beschäftigt sich hier mit der Frage, inwieweit ein demokratisches Element wie der Betriebsrat/die Betriebsrätin in einem undemokratischen hierarchisch strukturierten Ganzen Einfluss nehmen kann. Demokratische Potentiale nutzen, Zivilcourage lernen und alle möglichen Informationskanäle nutzen sind Möglichkeiten in diese Richtung.
    Anmeldung erforderlich.
    Zeit: Donnerstag 20.Oktober 2011 10:00 – 13:00

 

  •  Die Wiener Interessengemeinschaft der Beschäftigten in der IT in der GPA-djp lädt zur Podiumsdiskussion „Arbeitsplatz 2.0 – quo vadis? Potentielle Veränderungen in der Arbeitswelt von morgen“. Als DiskutantInnen zugesagt haben bereits Verena Spitz (BAWAG P.S.K. und Beirat „Arbeit und Technik“ der GPA-djp), Sandra Steiner (Siemens und work@IT), Luca Hammer (Blogger, Publizist), Martin Rennhofer (IBM) und Christian Voigt (Autor, Aktivist). Ingo Heeb (Beko und work@IT) wird moderieren.

VÖGB-Verlag and GPA-djp proudly present:

#sbsm

Soziale Bewegungen Soziale Medien – das Camp

wird es ein Buch? wird es eine Website? wird es ein Wiki? wird es ein Blog? Sehen und sprechen wir uns dort so richtig real und in echt? Es wird….

alles zusammen.

am 19. und 20. Oktober 2011 ist es im „Catamaran“ der ÖGB-Heimat in 1020 Wien so weit. Workshop-OrganisatorInnen, Referate-HalterInnen, sich selbst gegründet haben werdende Diskussionszirkel-TeilnehmerInnen und WandererInnen zwischen den Angeboten werden sich aus mehreren Teilen Europas zusammenfinden, um sich zu Fragestellungen rund um SocialMedia (aka Web 2.0) auszutauschen.

Willst du genaueres wissen dann lies auf der Website von „Soziale Bewegungen Soziale Medien

und willst du noch genaueres wissen, dann komm selber hin!

Demokratie – kamma das essen?

Der Sommer ist so gut wie vorbei und schon bieten sich neue Freizeitbeschäftigungen – hier eine spannende After-Urlaubs-Veranstaltung für ausgerastete UrlauberInnen, die Tatendrang, Ideenreichtum und Diskussionsfreude von dort mitgebracht haben.

 Das „Forum Jägermayrhof“ lädt ein, sich provokativ mit dem Thema Demokratie und Zukunft der Gewerkschaft auseinanderzusetzen. Im ForumJägermayrhof2011 wird von 6. – 8. September 2011 im AK-Bildungshaus Jägermayrhof in Linz quergedacht, diskutiert, vernetzt und informiert.

Demokratie. Wir werden Macht!

gesellschaftliche Wiederaneigung der Ökonomie und die Rolle der Gewerkschaften

Dazu sind internationale ReferentInnen aus Griechenland (Christos Triantafillou vom griechischen Gewerkschaftsinstitut), Brüssel (Oliver Röpke vom ÖGB-Büro), der Schweiz (Bernhard Walpen, Journalist von Schweizer Denknetz und Beat Ringger vom Schweizer Gewerkschaftsbund) und Deutschland (Klaus Dörre) eingeladen. Österreichische ÖkonomInnen (z.B. Helene Schubert vom Beigewum) und GewerkschafterInnen werden die drei Tage in Linz zusätzlich bereichern.

Das Forum Jägermayrhof versteht sich selbst als VordenkerInnen-Werkstatt der österreichischen ArbeiterInnenbewegung. Aus gegebenem Anlass stellt man sich heuer die Fragen:

Wie kam es, dass die Gewerkschaften an Macht verloren haben und der Neoliberalismus sich in den Köpfen durchgesetzt hat? Wie machen das die großen Unternehmen, dass sie Macht auf die Politik, unser Leben, unsere Wahrnehmung, unsere Handlungsoptionen und unsere Wahlmöglichkeiten ausüben?

Das muss doch irgendwie auch anders gehen!

Wie? Das soll beim Jägermayrforum mit den Teilnehmenden gemeinsam erarbeitet werden.

Zum Beispiel in dem von Eva Angerler angebotenen Workshop: „Demokratiewerkstätte im Betrieb“

Betriebsräte – die selbst eine demokratische Einrichtung in undemokratischen Unternehmen sind – sollen dabei unterstützt werden, die Kraft der Demokratie in ihrer Arbeit voll zu entfalten.

Das Ende der Sagen und Mythen

teilnehmerinneneine Nachlese

In Kooperation zwischen Arbeiterkammer Wien und der GPA-djp fand am 6. Juni 2011 die Veranstaltung „Sagen und Mythen rund um das Intenet am Arbeitsplatz – ArbeitnehmerInnen im Spannungsfeld zwischen Privatsphäre und Kontrolle“ im Hörsaal der Technisch-Gewerblichen Abendschule der Arbeiterkammer statt. Die warmen Außentemperaturen und die etwas spätere Stunde hielten Interessierte nicht davon ab, sich die Vorträge und Podiumsdiskussion anzuhören.

dworaDwora Stein hat die Veranstaltung mit den Worten eröffnet:

Zuerst dachte ich, dass ich nicht die Richtige bin, diese Veranstaltung zu eröffnen, weil ich mich mit dieser Technologie überhaupt nicht auskenne.

Dwora Stein outete sich als „leidenschaftliche Blackberry-Userin“, die aber keine Ahnung habe, wie genau die Technologie für dieses Gerät funktioniert. Und schließlich kam sie zu der Überzeugung, dass sie gerade deshalb eine passende Gastrednerin wäre, weil sie mit ihrer mangelnden Fachkenntnis sicher nicht alleine steht und es genau darum gehe in dieser Veranstatlung, die Sagen und Mythen zu hinterfragen.

podiumMit einem Redebeitrag von Manfred Kleinert über die technische Funktionsweise des Internets und die Auswertungsmöglichkeiten des Internet-Verhaltens ging es weiter.

Der Administrator ist immer in der Zwickmühle zwischen Arbeitsanweisung und rechtlichen Vorgaben

erzählt Manfred Kleinert aus seiner Berufspraxis als IT-Verantwortlicher.

gerdaÜber eben diese rechtlichen Vorgaben gab Gerda Heilegger von der Arbeiterkammer daraufhin einen Überblick. Insbesondere ihre Ausführungen zur derzeitigen Rechtsprechung wurden vom Publikum mit großer Teilnahme verfolgt.

Aus der Beratungspraxis zieht Gerda Heilegger folgende Schlüsse:

 Gibt es einen Betriebsrat im Betrieb, ist das explizite Verbot der Privatnutzung von Email und Internet seltener anzutreffen. In Betrieben mit Betriebsrat bzw. Personalvertretungen trifft man häufiger auf geduldete oder dezidiert vereinbarte Privatnutzung.

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Der dritte und letzte Redebeitrag wurde von Clara Fritsch beigesteuert, die aus der Beratungspraxis der GPA-djp erzählte. Ihr Resümee:

Betriebsvereinbarungen zur Email- und Internet-Nutzung sind leider nach wie vor Mangelware und die, die es gibt, haben leider oftmals Mängel.

 So werde oftmals darauf „vergessen“, die ArbeitnehmerInnen-Interessen bei den Zielsetzungen dezidiert anzugeben oder passende Zugriffsregelungen auf Mailboxen zu vereinbaren.

Die beiden BetriebsrätInnen Elisabeth Gesierich (Pfizer) und Gerhard Prohaska (Vaillant) geben daraufhin Einblicke in ihre firmeninterne Unternehmenskultur bei der Internetnutzung. Pfizer steht als Beispiel dafür, wie durch Social Media die Grenzen zwischen Privatshpäre und Arbeit immer mehr verschwimmen. Das Unternehmen fordert seit einiger Zeit die MitarbeiterInnen auf, sich auf einem eigenen Forum (natürlich nur positiv) über Pfizer zu äußern. Bei Vaillant ist die Datenschutzkultur besonders geregelt, als die so genannte „interne Datenschutzkommission“ der Firma bei jedem technischen System ihre Zustimmung geben muss. Dadurch ist auch die Internetnutzung vor einem Verbot der Privatnutzung geschützt – die Datenschutzkommission würde das nicht zulassen.

publikumIm Anschluss folgte eine rege Fragen-und-Antwort-Session, die von der Moderatorin Eva Angerler geleitet wurde. Die TeilnehmerInnen wollten besonders zum Thema Datentransfer und Auslagerung von Daten Antworten hören.

 

Die Präsentationen der ReferentInnen sind die Chance für all jene, die nicht dabei waren, sich zu informieren:

  • Manfred Kleinert (Raiffeisen Informatik): Technisches
  • Gerda Heilegger (AK Wien, Abteilung Sozialpolitik): Rechtliches
  • Clara Fritsch (GPA-djp, Abteilung Arbeit & Technik): Betriebliches

Für alle, die dann noch immer Interesse am Thema haben: Im Herbst soll es weitergehen mit unserer AK-GPA-djp-Veranstaltungskooperation zum Thema Datenschutz.

Sagen und Mythen

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rund um das Internet am Arbeitsplatz

 

Der Arbeitgeber liest alle Emails. Die Beschäftigten hängen stundenlang im Internet. Das private Surfen gefährdet die IT-Sicherheit. Das Briefgeheimnis gilt auch für Emails.

Die Möglichkeiten, die das WorldWideWeb bietet, sind vielfältig und ebenso vielfältig sind die Legenden, die sich darum ranken. Haben manche der Legenden einen wahren Kern? Darf die Arbeitgeberin kontrollieren? Haben ArbeitnehmerInnen das Recht auf eine Privatsphäre am Arbeitsplatz?

Die Veranstaltung möchte der Legendenbildung entgegen wirken und das Thema Internetnutzung am Arbeitsplatz in seiner gesamten Vielfalt beleuchten.

Wir, das sind die GPA-djp und die Arbeiterkammer Wien, laden daher herzlich ein, sich zu informieren und mit uns zu diskutieren über die Rechtslage und die Rechtsprechung zum Thema, die Einsatzmöglichkeiten von Internet in der Arbeitswelt und über verschiedene betriebliche Erfahrungen, wie die Regelung von Internet am Arbeitsplatz aussehen kann.

WER? 

Eröffnung: Dwora Stein (AK-Vizepräsidentin, GPA-djp-Bundesgeschäftsführerin)

Technische Einsatzgebiete: Manfred Kleinert (Betriebsrat Raiffeisen Informatik),

Rechtsgrundlagen und Rechtsprechung: Gerda Heilegger (AK Wien)

betriebliche Erfahrungen: Elisabeth Gesierlich (Betriebsrätin, Pfizer),  Gerhard Prohaska (Betriebsrat, Vaillant), Clara Fritsch (GPA-djp)

Podiumsdiskussion mit den ReferentInnen unter der Leitung von Eva Angerler (GPA-djp)

WANN? 7. Juni 2011 16:30 – 18:30

WO? Technisch-Gewerbliche Abendschule Hörsaal B 402;  4., Plößlgasse 13 

 

 

 

Anmeldung bitte bis 31. Mai 2011 unter: andreas.stoeger@akwien.at

 

Und das Ganze ist gratis.

 

 

Web 2.0? Social Media? Kamma das essen?

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Nein, natürlich nicht,

aber man kann es sinnvoll in der Arbeitswelt einsetzen.

 

Allerdings ist dieses junge Medium noch nicht so ganz rechtlich einordenbar. Wir versuchen es trotzdem.

 

Zu diesem Zweck bietet die Bildungasabteilung der GPA-djp ihren BetriebsrätInnen (genauer gesagt jenen, die schon den Grundkurs genossen haben) einen Workshop zum Thema Web 2.0 an. Gestalten werden den Tag die Juristin Dr.in Gerda Hörhahn-Weiguni aus der GPA-djp Bundesrechtsabteilung und der Soziologe Mag. Thomas Kreiml, der zum Themenkreis Social Media jede Menge Expertise und praktische Erfahrungen einbringen wird.

Termin: Dienstag, den 26. April 2011 (Beginn: 09:00 Uhr – Ende: 16:30 Uhr)

Ort: AK  Bildungszentrum, 1040 Wien Theresianumgasse 16-18 (Schulungsraum 28)

Anmeldung: kamma online allerdings leider nur mehr auf einer Warteliste (sorry)

The day after the ArbVG-Novelle

 

 

Leider zeigt sich seit Inkrafttreten der Novelle des Arbeitsverfassungsgesetzes, dass die Änderung zum § 96   immer wieder als Vorwand herangezogen wird, um die Mitbestimmungsrechte der ArbeitnehmerInnen in Leistungsentgeltfragen einzuschränken bzw. zurückzudrängen. 

Das ArbVG lautet nun:

 

Zustimmungspflichtige Maßnahmen

§ 96. (1) Folgende Maßnahmen des Betriebsinhabers bedürfen zu ihrer Rechtswirksamkeit der Zustimmung des Betriebsrates: (…)

Ziffer 4:

insoweit eine Regelung durch Kollektivvertrag oder Satzung nicht besteht, die Einführung und die Regelung von Akkord-, Stück- und Gedinglöhnen sowie akkordähnlichen Prämien und Entgelten – mit Ausnahme der Heimarbeitsentgelte -, die auf statistischen Verfahren, Datenerfassungsverfahren, Kleinstzeitverfahren oder ähnlichen Entgeltfindungsmethoden beruhen, sowie der maßgeblichen Grundsätze (Systeme und Methoden) für die Ermittlung und Berechnung dieser Löhne bzw. Entgelte.

 

Diese ArbVG-Novelle ist Fakt. Dem alten ArbVG nachzutrauern ist wenig befriedigend. Darum haben wir im Beirat für Arbeit & Technik überlegt,

was BetriebsrätInnen tun können, um Leistungsentgelt nach wie vor in einer Betriebsvereinbarung zu regeln

 

In einer kürzlich im Beirat für Arbeit und Technik veranstalteten Diskussion mit Mag. Jochen Preiss (Kabinettchef  BM Hundstorfer), Dr.in Anna Ritzberger -Moser (Leiterin der Abteilung für kollektives Arbeitsrecht im Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz sowie des Bundeseinigungsamtes beim BMASK), Mag.a Andrea Komar (Leiterin der Bundesrechtsabteilung der GPA-djp) und Dr.in Eva Angerler (Mitarbeiterin der Abteilung Arbeit & Technik der GPA-djp) ergeben sich doch einige Handlungsoptionen.

Auch die neue Rechtslage bietet Anknüpfungspunkte für betriebsrätliche Mitwirkung bei Leistungsentgeltsystemen, die auf Zielvereinbarungen beruhen:

  • §96 Abs.1 Z.4 ArbVG: Aus den Erläuterungen zur ArbVG- Novelle ergibt sich, dass jene leistungsbezogenen Entgeltsysteme, die unter dem Aspekt des Gesundheitsschutzes bedenklich erscheinen, unter den Begriff „akkordähnlich“ zu subsumieren und somit weiterhin der zwingenden Mitbestimmung iSd § 96 Abs.1 Z4 ArbVG zu unterziehen sind. Eine diesbezügliche weitere rechtliche Klarstellung bzw. Bestätigung dieser Interpretation durch Lehre und Judikatur wäre wünschenswert.
  • Weiters ist festzuhalten, dass Personalbeurteilungsysteme, die häufig die Datenbasis für leistungsbezogene Entgeltsysteme darstellen, Gegenstand einer Betriebsvereinbarung gem. §96 a Abs.1 Z 2 ArbVG bilden (notwendige, ersetzbare Zustimmung).
  • §97 Abs.1 Z16 ArbVG sieht in der novellierten Form den Abschluss einer freiwilligen BV für „sonstige leistungsbezogene Prämien und Entgelte“ vor.

Offen und unklar ist, ob und wie die Nachwirkung bestehender BVs zu sehen ist.

Zum Punkt Änderungsvorbehalt ist der Buchbeitrag von Andrea Komar sehr empfehlenswert. Er wurde veröffentlicht in einem Band von Dr.in Doris Lutz (Arbeiterkammer Wien) ab S. 112ff und ist erschienen im Lexis Nexis Verlag, Wien 2010.

„Leistungslohnmodelle – relevante Hintergründe, rechtliche Grundlagen, konkrete Gestaltungstipps“

 

Welche Änderungen die ArbVG-Novelle abgesehen vom § 96 und § 97 mit sich brachte, hat die GPA-djp zusammengestellt.