Category Archives: Allgemein

Sammelklage gegen Facebook

142090_Richterhammer_eines_Richters_bei_GerichtDer Initiator von „Europe versus Facebook“ Max Schrems, hat Anfang August beim zuständigen Wiener Landesgericht für Zivilrechtssachen eine umfangreiche Klage gegen die irische Tochter („Facebook Ireland Ltd“) des us-amerikanischen Unternehmens eingebracht. Parallel dazu erging ein Aufruf an die Facebook-UserInnen sich der Klage anzuschließen, um dieser mehr Gewicht zu verleihen und den öffentlichen Druck auf Facebook zu verstärken. Das Ergebnis ist beachtlich: 25.000 Facebook-NutzerInnen aus über 100 Ländern haben ihre Ansprüche im Rahmen der Sammelklage abgetreten, weitere 35.000 sind für den Fall einer weiteren Klagausdehnung registriert. Diese Klage hat sich somit zur größten Datenschutz-Sammelklage in Europa entwickelt.

weiterlesen…

Gesichtsscann für Werbezwecke

Quelle: Bilderbox, eigene Bearbeitungalle Jahre wieder gibt es neue Ideen, wie Technik zur Gesichtserkennung gewinnbringend eingesetzt werden könnte

Was haben facebook, der italienische Schaufensterpuppenerzeuger Almax und die britische Handelskette Tesco gemeinsam?

Sie verwenden Gesichtserkennung-Technik, um Alter Geschlecht und Aufmerksamkeitsspanne der BetrachterInnen zu erfahren und mit den so gewonnenen Daten, „besser“ auf die Wünsche ihrer KundInnen eingehen zu können. Mittels versteckten Kameras (z.B. in Schaufensterpuppen oder Werbebildschirmen) werden Merkmale der KundInnen erfasst.

Bereits vor einem Jahr produzierte Almax Schaufensterpuppe mit Videokameras im Augenbereich, die zwar in Europa eher skeptisch aufgenommen wurden, in den USA jedoch Interesse hervorriefen. facebook war einer der Vorreiter beim Einsatz von Geischtserkennungstechnik, die seit 2011 in den Angeboten integriert ist, damit UserInnen leichter ihre FreundInnen auf geposteten Photos markieren können. Nun möchte auch der Handelsriese Tesco Gesichtserkennungs-Technik für seine Zwecke einsetzen, wie futurezone berichtet.

Ganz abgesehen davon, dass Alter und Geschlecht nicht zwangsläufig ausschlaggebend für Kaufverhalten sind, stellt sich die Frage, ob eine derartige Datenerfassung den derzeitigen Datenschutzbestimmungen in Österreich entspricht. Klar ist, dass es sich um personenbezogene Daten handelt, die potentiell sensibel sind; d.h. sie können Aufschluss über ethnische Zugehörigkeit oder Krankheit einer Person geben. Auch wenn der Name der Person nicht mit erfasst ist, sind es deren biometrische Merkmale. (Spätestens wenn mit Karte gezahlt wird, könnten dann weitere identitätsbezogene Rückschlüsse gezogen werden.) Daher müsste ein solches System bei der Datenschutzkommission genehmigt werden – und die würde hoffentlich aufgrund mangelnder Rechtsgrundlagen das System nicht genehmigen.

Wenn sie also demnächst beim Tanken bei Tesco eine Aftershave-Werbung aufgedrängt bekommen sollten, könnte das an ihrem Damenbart liegen.

Massenüberwachung widerspricht Menschenrechten

Quelle: Franklin D Roosevelt Library website
Quelle: Franklin D Roosevelt Library website

internationale Konvention für digitale Rechte gefordert

Am 10. Dezember 1948 wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (aka: UN-Deklaration, Menschenrechtscharta oder AEMR) von der UNO-Vollversammlung angenommen. Elenor Roosevelt leitete jene UN-Kommission, die nach dem Zweiten Weltkrieg ins Leben gerufen worden war, um die erste Allgemeine Erklärung der Menschenrechte auszuarbeiten.

Dieses Datum nahmen weltweit 500 SchriftstellerInnen zum Anlass, um einen Aufruf zu starten. Ausgegangen ist die Aktion von einer Gruppe von SchriftstellerInnen rund um Juli Zeh (sie hatte bereits im Sommer mit einem offenen Brief auf die Menschenrechtsverletzungen aufmerksam gemacht), Ilija Trojanow und Eva Menasse. Unter den UnterzeichnerInnen finden sich auch TrägerInnen des Literaturnobelpreis; Orhan Pamuk, J. M. Coetzee, Elfriede Jelinek, Günter Grass und Thomas Tranströmer sind mit den InitiatorInnen der Meinung, dass durch die Massenüberwachung Grundrechte wie das auf Privatsphäre und Meinugsfreiheit verletzt werden.

In zahlreichen Zeitungen wird von ihnen ein Stopp der Massenüberwachung sowie eine Internationale Konvention der digitalen Rechte seitens der UNO gefordert.

Ein Interview mit Julie Zeh und Ilja Trojanow gibt es dazu in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Wer gerne wissen möchte, wie es um die Grundrechte im digitalen Zeitalter generell bestellt ist, kann sich für 9.Jänner 2014 einen von GPA-djp und AK Wien gestalteten Termin vormerken.

zum Jahresausklang

muffinZwei Muffins liegen im Backrohr.

„Ganz schön heiß hier.“ bemerkt der eine.

Darauf der andere erschrocken: „Hilfe ein sprechender Muffin!!“

 

zum Jahresausklang

frosch 

Froschperspektive

 

Der König des Dschungels verkündet den Tieren, dass neue Steruern eingeführt werden: „Alle Tiere, die größer als einen halben Meter sind, zahlen 500 Taler mehr.“

„Bravo!“, ruft der Frosch begeistert.

„Alle Tiere, die größer als einen Meter sind, zahlen 1000 Taler mehr“, fährt der Tiger fort.

„Bravissimo!“, der Frosch klatscht begeistert mit seinen Füßen.

„Und alle Tiere die grün sind und eine große Klappe haben, zahlen 2000 Taler mehr“, knurrt der Tiger.

„Oh!“, meint der Frosch, „das arme Krokodil.“

Prost! Auf das nächste Steuerpaket! Wohl bekomms!