Datenschutzkommission: Regelungen für Facebook & Co.

Wie Ö1 am Freitag (05.06.2009) berichtete, nimmt sich die Datenschutzkommission (DSK) des Themas Web 2.0 bzw. Soziale Netzwerke an. „Für den Rechtsschutz im Internet bräuchte man zusätzliche neue Regelungen“, so Waltraut Kotschy von der DSK.

Die Forderung nach solchen Regelungen bleibt zwar noch vage, weshalb eine mögliche Umsetzung noch unter vielen Fragezeichen steht. Wie aber aus dem Bericht ersichtlich wird, sind in jedem Fall bereits eine Reihe von Problemfeldern erkennbar, in denen Handlungsbedarf besteht. Dies wird durch bisherige Berichte über tendenzielle Risiken für den Privatsphärenschutz bzw. den Schutz personenbezogener Daten im Zusammenhang mit der Nutzung von „Sozialen Medien“ bestätigt. Besonderes Augenmerk gilt dabei aus Arbeit&Technik-Sicht den Regelungen in Bezug auf die Web 2.0-Anwendungen im betrieblichen Kontext bzw. im Kontext von Arbeitsverhältnissen allgemein (Link: Privatsphäre bei Facebook).

Das Thema nur durch (noch so augeklügelte) Regelungen anzugehen, wäre allerdings nicht zielführend. Begleitend gilt es, Informationsarbeit zu betreiben und Bewusstsein zu schaffen. In dieser Hinsicht ist nicht nur die Aufmerksamkeit, die die DSK dem Thema widmet, erfreulich, sondern insbesondere auch die Aufklärungskampagne, die die DSK ab Herbst 2009 in den Schulen plant. Nähere Informationen dazu von DSK-Seite sind jedoch spärlich gesät. Über welche Kanäle auch immer: es wäre wünschenswert, wenn Institutionen wie die DSK sich um die Bereitsstellung von aktuellen Informationen in leicht abrufbarer Weise bemühen könnten. Beispielsweise könnten auch die Möglichkeiten des Web 2.0 genutzt werden, ein Schritt, mit dem man sich auf den informationstechnischen Status Quo begeben würde. Gerade Einrichtungen, die sich mit Datenschutz beschäftigen, verfügen grundsätzlich über gute Voraussetzungen, technische Anwendungen beispielgebend – im Stile eines sowohl transparenten als auch bewussten Umgangs mit Informationen und Daten – einzusetzen.

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